Es ging am 24. Februar nicht um den Einsatz von KI im Religionsunterricht, womit sich rund 40 Lehrkräfte aus allen Schularten beim diesjährigen religionspädagogischen ökumenischen Studientag im Albert-Schweitzer-Saal der Christusgemeinde Baden-Baden beschäftigten. Thema war vielmehr, wie KI und Transhumanismus unser Bild vom Menschen beeinflussen, (schleichend) verändern und was Religionsunterricht mit einem christlich geprägten Menschenbild dem entgegensetzen kann.
Einfluss von KI und Transhumanismus auf das christliche Bild vom Menschen
Regionspädagogischer ökumenischer Studientag
Als Referent:innen geladen waren Dr. Uwe Hauser, Direktor des RPI der Evangelischen Landeskirche in Baden, sowie Karin Bartz, Fortbildnerin am ZSL in Freiburg. Uwe Hauser arbeitete in seinem einleitenden Vortrag die anthropologischen Differenzen zwischen einem transhumanistischen und dem christlichen Menschenbild heraus und ging dabei vor allem auf die Phänomene Endlichkeit, Leid und Fehlerhaftigkeit ein. Dem Transhumanismus warf er vor, „Politik“ für eine reiche Minderheit zu machen und die Schöpfung sowie das Schwache nicht zu achten.
In zwei Workshoprunden bestand zum einen die Möglichkeit, das Gehörte zu vertiefen und zum anderen, angeleitet von Karin Bartz, biblische Geschichten kennenzulernen, in denen es, im Gegensatz zum Perfektionismus des Transhumanismus, ums Fehlermachen und Wiedergutmachen geht. Wie immer bot auch dieser Studientag die Möglichkeit zum kollegialen Austausch, auch über die Grenzen der Schularten hinaus.
Text und Fotos: Schuldekan Dr. Helmut Mödritzer

