Unterwegs zu Menschen - das neue Besuchsdienst-Magazin ist da!
Die Begriffe ‚Wir – Ihr – Die‘ sind mehr als nur Wörter. Sie zeigen, wie Menschen sich selbst und andere sehen: Wer gehört dazu, wer steht dazwischen, und wer wird ausgeschlossen? Link zum Magazin
Editorial:
"In Politik, Psychologie, Soziologie und Religion haben diese drei Gruppen eine starke Wirkung. Sie beeinflussen, wie wir denken, entscheiden und miteinander leben.
Populistische Gruppen nutzen diese Einteilung oft, um ein starkes ‚Wir‘ zu schaffen – zum Beispiel die eigene Nation – und ein bedrohliches ‚Die‘ zu benennen, etwa Migrant*innen oder Menschen mit anderen Meinungen. ‚Ihr‘ ist die Zwischenstufe: nicht ganz dabei, aber auch nicht ganz draußen.
Psychologisch zeigt diese Dreiteilung, dass Menschen sich nach Sicherheit und Zugehörigkeit sehnen. Besonders in Krisenzeiten wird das deutlich. Gruppen, die sich als ‚Wir‘ sehen, grenzen andere aus. Soziologisch geht es um Macht: Das ‚Wir‘ hat Vorteile, das ‚Ihr‘ soll sich anpassen, das ‚Die‘ wird oft ausgeschlossen. Auch in der Religion gibt es Spannungen: Zwar betonen viele Glaubensrichtungen, dass alle Menschen gleich sind – doch manchmal wird der Glaube so verstanden, dass er trennt statt zu verbinden.
Populistische Gruppen nutzen diese Einteilung oft, um ein starkes ‚Wir‘ zu schaffen – zum Beispiel die eigene Nation – und ein bedrohliches ‚Die‘ zu benennen, etwa Migrant*innen oder Menschen mit anderen Meinungen. ‚Ihr‘ ist die Zwischenstufe: nicht ganz dabei, aber auch nicht ganz draußen.
Psychologisch zeigt diese Dreiteilung, dass Menschen sich nach Sicherheit und Zugehörigkeit sehnen. Besonders in Krisenzeiten wird das deutlich. Gruppen, die sich als ‚Wir‘ sehen, grenzen andere aus. Soziologisch geht es um Macht: Das ‚Wir‘ hat Vorteile, das ‚Ihr‘ soll sich anpassen, das ‚Die‘ wird oft ausgeschlossen. Auch in der Religion gibt es Spannungen: Zwar betonen viele Glaubensrichtungen, dass alle Menschen gleich sind – doch manchmal wird der Glaube so verstanden, dass er trennt statt zu verbinden.
Die große Aufgabe ist es, das ‚Wir‘ offen und einladend zu gestalten – gerecht und mit Mitgefühl. In einer Welt, die immer gespaltener wirkt, ist es wichtig, über diese Begriffe nachzudenken. Denn wie wir ‚Wir – Ihr – Die‘ benutzen, entscheidet, ob wir Brücken bauen oder Mauern errichten.
Vielleicht sollten wir die Begriffe nicht abschaffen, sondern neu füllen: Ein ‚Wir‘, das Vielfalt erlaubt. Ein ‚Ihr‘, das nicht fremd bleibt. Ein ‚Die‘, das nicht ausgeschlossen wird. Diese Ausgabe von unterwegs zu menschen widmet sich diesem wichtigen Thema. Denn bei unseren Besuchen begegnen wir oft genau dieser Einteilung.
Wir möchten Sie als Besuchsdienstmitarbeitende stärken: Ihnen Wissen geben, Werkzeuge an die Hand und Sprache, um gut mit solchen Situationen umzugehen.
Viel Freude beim Lesen und viele neue Erkenntnisse wünschen Ihnen
Christiane Brendel, Martina Jakubek, Ingrid Knöll-Herde, Raimar Kremer, Elke Seifer"
Vielleicht sollten wir die Begriffe nicht abschaffen, sondern neu füllen: Ein ‚Wir‘, das Vielfalt erlaubt. Ein ‚Ihr‘, das nicht fremd bleibt. Ein ‚Die‘, das nicht ausgeschlossen wird. Diese Ausgabe von unterwegs zu menschen widmet sich diesem wichtigen Thema. Denn bei unseren Besuchen begegnen wir oft genau dieser Einteilung.
Wir möchten Sie als Besuchsdienstmitarbeitende stärken: Ihnen Wissen geben, Werkzeuge an die Hand und Sprache, um gut mit solchen Situationen umzugehen.
Viel Freude beim Lesen und viele neue Erkenntnisse wünschen Ihnen
Christiane Brendel, Martina Jakubek, Ingrid Knöll-Herde, Raimar Kremer, Elke Seifer"
